Die Gleisanlage
Anlagebau
Da einzelne Schienenstücke recht teuer sind, kaufte ich mir eine neue Startpackung Waldbahn Start-Set mit der LKM Ns 2f. Zusätzlich brauchte ich mehr Schienen und zwei neue Weichen für diese Anlage.
Nachdem ich mit dem Verlegen des Gleises zufrieden war, errichtete ich einen stabilen Rahmen, der 10 cm hoch ist, damit die beiden Weichenantriebe genügend Platz darunter finden. So bleibt auch genügend Raum für das Steuerpult! Danach ging es ans Verkabeln der Schienen.Die hinteren zwei Weichen im Schattenbahnhof bekamen je ein Weichenantrieb von Tortoise. Die haben je 2 Anschüsse für Herzstück Polarisierung und Rückmeldung. So sehe ich dank LEDs am Stellpullt wie die Weichen stehen.
Der erste Gleisplan war noch 60x50 cm. Im Internet fand ich ein Bild mit den Feldbahn-Schienen von Busch in 1 zu 1. Von dehnen machte ich Kopien um zu sehen was man so machen könnte. Damit hatte ich einen 1 zu 1 Plan, dabei merkte ich, dass ich doch auf 80 cm in die Breite muss.
Zunächst schnitt ich die Grundplatte auf ein Mass von 80 × 50 cm zu. Anschliessend fertigte ich einen 10 cm hohen Rahmen an, um ausreichend Platz für die hinteren beiden Weichenantriebe, die Kabelführung sowie das vordere Stellpult zu schaffen.
Für die elektrische Verkabelung kamen Litzen mit einem Querschnitt von 0,5 mm zum Einsatz. Diese wurden an die Schienenverbinder sowie teilweise direkt an die Schienen angelötet. Um im analog gesteuerten Betrieb mehrere Lokomotiven gleichzeitig abstellen zu können, mussten einzelne Gleisabschnitte elektrisch getrennt werden. Dazu verwendete ich Isolierschienenverbinder. Die Steuerung dieser Abschnitte erfolgt am Stellpult über Kippschalter. Jeder Abschnitt lässt sich individuell ein- oder ausschalten. Zur besseren Übersicht befinden sich neben jedem Schalter rot-grüne LEDs, die klar anzeigen, ob der jeweilige Abschnitt mit Strom versorgt wird. Die beiden hinteren Weichen im zweigleisigen Schattenbahnhof erhielten jeweils einen motorischen Weichenantrieb vom Typ Tortoise. Auch diese Antriebe werden über Kippschalter am Stellpult gesteuert. Jeder Antrieb verfügt zudem über Anschlüsse für die Herzstückpolarisierung und die Rückmeldung, sodass die Weichenstellung über LEDs sichtbar ist. Die drei vorderen Weichen zur Remise und zum Abstellgleis werden weiterhin von Hand gestellt.
Erfahrungen mit dem H0f Gleisen
Gerade bei kleinen Spurweiten wie H0f kann es schnell zu Kontaktproblemen kommen – besonders an Weichen, wenn Fahrzeuge sehr leicht sind und nur über kurze Stromabnahmeflächen verfügen. Bei Busch-Feldbahnsystem im Massstab H0f verläuft zwischen den Schienen ein dünnes Metallband, das unter den Schwellen eingearbeitet ist. Die Fahrzeuge sind werkseitig mit einem kleinen Magneten zwischen den Achsen ausgestattet. Dieser Magnet zieht das Fahrzeug gut nach unten auf das Gleis, was die Stromaufnahme deutlich verbessert: Die Räder behalten eher Kontakt zu den Schienen. Allerdings hat dieses System auch eine Kehrseite: Die Magneten ziehen feinste Metallpartikel an, insbesondere Reste von Schleifstaub des Schienengummi. Solche Partikel sammeln sich am Magnet. Daher ist bei der Reinigung der Schienen besondere Vorsicht geboten: Verwendet man Schleif- oder Poliergummi (z. B. Roco-Schienenreinigungsgummi), entstehen oft feine Metallspäne. Diese sollten sofort gründlich abgesaugt oder mit einem Magnetstab entfernt werden, bevor ein Fahrzeug darüberfährt. Regelmässige Kontrolle und Reinigung der Lokunterseite lohnt sich für einen guten Betrieb.
Zunächst habe ich im Schattenbahnhof die beiden Weichen aus der ersten Busch-Serie eingesetzt, die ich damals bekommen habe. Leider hatten die Loks immer wieder Probleme und blieben stehen. Daher entschied ich mich, zwei neue Weichen zuzukaufen, um das Ganze zu verbessern.
Bei den zwei neuen Weichen im Schattenbahnhof habe ich die Feder der Handweiche entfernt. Der Stelldraht des Tortoise-Weichenantriebs bewegt sich langsam. Andernfalls würde die Feder die Zunge vorauseilend stellen. Dadurch käme es zu einem kurzen Kurzschluss, da die Zunge an den Motorschalter angeschlossen ist und dieser die Polarität nicht sofort umschaltet.
Das Meterspurgleis im Rebberg
Anschluss der Pendelstrecke
Am linken Streckenende wird der Fahrstrom über Schienenverbinder in den Endabschnitt eingespeist. Dieser Abschnitt ist auch über eine Diode an die Fahrstromversorgung angebunden. Durch die Polungswirkung der Diode wird der Triebwagen beim Befahren des Endabschnitts automatisch angehalten.Nach dem Umschalten der Fahrtrichtung liegt die erforderliche Polarität wieder an, sodass der Triebwagen selbstständig anfährt und bis zum gegenüberliegenden, entsprechend ausgeführten Halteabschnitt der Pendelstrecke fährt.
Später wurde die Pendelstrecke mit einer Pendelzugsteuerung von Donau Elektronik ausgestattet. Dazu ersetzte ich auf der linken Streckenseite die vorhandene Diode und den Trennschnitt durch ein entsprechend angepasstes Gleisstück. Weitere Änderungen an der Gleisanlage waren nicht erforderlich.
Umbau des Betriebsanlage.
Im vorderen Bereich meiner Anlage war ich zunehmend unzufrieden mit der bisherigen Gleisführung. Lange Zeit war ich unschlüssig, welches Motiv ich an dieser Stelle umsetzen wollte. Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich schliesslich, eine kleine Remise für die Lokomotiven zu errichten. Die ursprüngliche Idee, einen weiteren Teil einer Kelterei mit einer Traubenpresse zu integrieren, habe ich verworfen. Stattdessen verlegte ich ein drittes Gleis, um eine zweigleisige Remise für die kleinen Loks zu schaffen. Eine alte Weiche fand ebenfalls ihren Platz am Gleis zur Remise. Bei dieser lötete ich die Zunge fest, weil sie nicht gestellt werden muss, um einen sicheren Kontakt zu gewährleisten. Das Gleis führt nun direkt zum Anlagerand, da die Kelterei ausserhalb der Bühne liegt. Das dritte Gleis steht nun zur Verfügung, um Waren zu verladen und Wagen abzustellen.