Bausatz der Ge 2/4 207 von Ferro-Suisse - RhB um 1913

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Bausatz der Ge 2/4 207 von Ferro-Suisse

Die Ge 2/4 201-207 wurden 1912 und 13 an die RhB, für die Engadiner Linie Bever nach Scuol-Tarasp geliefert. Ursprünglich waren sie grün lackiert. Um 1922 wurden sie braun umgestrichen. Da ich wieder einmal zu einem alten Bausatz aus 1983 gekommen bin, dachte ich die mache ich in der Ursprungversion in Grün.
Die Ferro-Suisse Bausätze sind sehr schön und genau konstruiert, die Bleche sauber geätzt und gebogen. Die Bauanleitung ist mit Skizzen recht gut dokumentiert. Doch einen Nachteil haben die schönen Bausätze. Viele Teile müssen von Hand genau hingehalten und angelötet werden. Und diese genau auszurichten ist recht schwer. Warum ich mir das antun, weiss ich eigentlich nicht.
Sämtliche Teile müssen vor dem Zusammenbau gereinigt werden. Das geht am besten mit der Proxxon und Stahlbürste.
Laut Bauanleitung müssen die Bremsklötze zuerst angelötet werden, bevor der Rahmen zusammengesetzt wird. Was wieder der Nachteil hat, dass sie sich beim Weiterarbeiten schnell verbiegen. Darum liess ich die Haltenocken der Bremsklötze auf der äusseren Seite stehen. Falls Eine abbrechen wird, könnte ich sie immer noch mit der Gegenseite austauschen. Dies trat dann tatsächlich noch ein. Ich würde sie ein nächstes mal erst ganz am Schluss mit dem Wiederstandslötgerät anlöten. Als ich dann die Pufferbohlen angelötet habe, dachte ich, dass es zuerst getestet werden muss, dass sie genau angelötet ist. Doch dafür musste zuerst der Wagenkasten zusammengebaut werden. Erst dann konnte ich sehen ob es richtig aufliegt.
Der Wagenkasten und die Fronteile müssen zusammengelötet werden. Doch soll man zuerst die Frontteile bestücken. Leider sind die Löcher für die Lampen, Steckdose etc. zu gross geätzt oder vorgebohrt worden, so dass sparsam mit Lötzinn gearbeitet werden musste.
Die Lampen bekamen noch einen kleinen Ring und die Steckdose besteht aus einem kleinen Drehteil wo noch der dünne Draht zuerst durchgefädelt werden musste. Damit ich dies Teile nicht verliere, nehme ich eine durchsichtige Schachtel mit einer schwarzen Schaumstoffmatte. Somit finde ich sie gut, wenn ich die Beutel ausleere.
Die beiden fertigen Fronteile. Mit einem kleinen Stück Karton werden mit dem richtigen Abstand die Türgriffe angelötet.
Ein Frontteil ist schon am Gehäuse angelötet und mit der Bodenplatte konnte nun einmal getestet werden ob die Frontblech auch richtig am Fahrgestell passt.
Der Wagenkasten ist fertig zusammengelötet. Es fehlen noch die Teile vom Dach.
Nun konnte der Rahmen noch fertig bestückt werden.
Der Wagenkastenboden ist auch ein separates Teil, der mit Schrauben an den Rahmen befestigt wird. An ihm wurden auch noch einige Teile aufgelötet. Was nicht einfach war, die geätzten Trittstufen einzeln anzulöten.
Das zusammen gebaute Fahrgestell. Der Strom fliess auf einer Seite über den Rahmen und auf der anderen Seite über isolierten Rädern und Stromabnehmer. Die beiden Gewichte tragen viel bei zu den Fahreigenschaften.
Hier wurde einmal getestet wie die Lok fährt.
Das wurden die beiden Stromabnehmer.
Der Stromabnehmerträger wurde mit der Lötplatte und Stiften zusammengelötet.
Die fertige Lok.
Für die Stromabnehmer wurden die Doppelwippen nicht verwendet, sondern Einwippige selber gebaut.
Mein Tipp zum Bausatz:
Ein nächstes Mal, würde ich die Bremsklötze, erst ganz am Schluss, vor dem lackieren fest anlöten, da die Halterungen sehr dünn sind. Das wäre vielleicht auch Ratsam bei den Scheibenwischern. Sonst kann die gleiche Reihenfolge, wie hier beschrieben, eingehalten werden.
Eine längere Testfahrt ist wichtig. Es mussten noch Anpassungen gemacht werden, da es schnell Kurzschluss gab.
Die Lok musste wieder zerlegt werden, um sie zu reinigen und lackieren.

Fortsetzung folgt.
Diese Teile vom Fahrgestell und Dachaufbau sowie div. Schrauben wurden brüniert.

Fortsetzung folgt.
Viele Teile wurden Sand gestrahlt.
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